KOrsettsommer München
Großes Korsettevent in München..... Wir waren dabei ... Freitag, Nachmittag
Große Ereignisse werfen ja im Allgemeinen Ihre Schatten voraus und so war es auch an diesem Wochenende, bei dem großen Korsett-Event in München. Wir haben mal wieder unsere Koffer gepackt und sind gen München gefahren. Bei brütender Hitze auf der Autobahn, hatte ich kurz vor Ulm ein heftiges Verlangen nach einem kühlen Bier am Langwieder See, dem Veranstaltungsort. Doch dann auch noch Stau. Nach 330km und 4 Stunden Autobahn, kamen wir endlich, aber ausgetrocknet an. Koffer aufs Zimmer und dann ab in den Biergarten. Noch nicht richtig aus dem Zimmer heraus, lief uns Dirk von "Der Korsettleidenschaft" ( http://www.korsettleidenschaft.de ) über den Weg und nachdem man sich schon über ein Jahr nicht mehr gesehen hatte, spannte er uns nach herzlicher Begrüßung gleich zum Arbeiten ein. Das aber nicht für sich, sondern für Wolfgang Fuss, den er auch eben erst auf dem Gang kennen gelernt hatte. Die Firma Fuss veranstaltete eine High-Heel-Ausstellung anlässlich des Korsett-Events. High-Heels und Korsett, das gehört zusammen wie Weisswurst und süßer Senf. Der Auftrag "Schuhe ausladen" schien einfach. Also froh Gemut ans Werk und das Bier in greifbarer Nähe... Nach 1500 (nein, da ist keine Null zuviel) Paar (nein, nicht Stück) Schuhen war der LKW (nein, nicht PKW) leer, meine Kehle glich der Wüste Sahara und meine Füße in meinen Schuhen spürte ich nicht mehr. Ich denke, dass was die Firma Fuss hier an Auswahl gerade mal so nebenher für das Event auf die Beine gestellt hat, würde einige Schuhläden vor Neid erblassen lassen. Die Schuhausstellung fand in einem abseits der eigentlichen Veranstaltung gelegenen Raum statt und so konnte jeder, der es wollte und den Weg dorthin auf sich nahm, eine kompetente Beratung bekommen und auch noch die ca. 150 Modelle Damenschuhe in allen gängigen Größen (36-46) probieren. Das Interesse war, wie Wolfgang Fuss berichtete, sehr groß. Eine Sache fiel mir bei dieser Aktion sofort auf und das war nicht nur hier so, sondern es zog sich durch das ganze Wochenende wie ein roter Faden hindurch. Es war die Herzlichkeit und die Hilfsbereitschaft der Gäste, der Veranstalter und auch der Aussteller untereinander, und das nicht nur unter Leuten, die sich schon länger aus der Korsett-Gemeinschaft kannten sondern auch Fremde untereinander. Eine Atmosphäre, die man in der heutigen Leistungsgesellschaft nur noch selten findet. Kaum waren die Schuhe ausgeladen und wir auf dem Weg zum Biergarten, da lief uns auch schon Rupert, der Veranstalter, über den Weg. Dieser hatte sich an der Einfahrt zum Parkplatz postiert und begrüßte die ankommenden Gäste persönlich. Bei dieser Gelegenheit verteilte er auch gleich Flyer, auf denen das Programm des Wochenendes abgedruckt war. Gäste die er nicht persönlich begrüßen konnte, bekamen den Flyer dann beim lockeren Zusammensein am ersten Abend. Es war schon ziemlich hart, sich bei dem schönen Wetter zu der Abendveranstaltung aus dem Biergarten ins Hotel zu begeben, aber man war ja gespannt wer kommen und was noch so passieren würde. Also raus aus dem Biergarten, kurz geduscht und runter in die Gaststätte. Auf der Treppe hörte ich hinter mir ein fröhliches "Moin Moin" und doch etwas verdutzt der nicht typisch bayerischen Aussprache, entdeckte ich einen Mann, der mir zwar bekannt vor kam, den ich aber nicht sofort erkannte. Noch grübelnd die Gaststätte betretend sah ich Britta Flemming und in diesem Moment wurde mir klar, dass der Herr auf der Treppe Dirk Flemming gewesen sein musste. Allerdings ohne Bart und nicht nur ich sondern auch einige Damen bemerkten, er sieht, wie man bei uns sagt: "Mit abenem Bart dran" besser und sogar deutlich jünger aus. Freitag, Abend
Der gemütliche Abend begann um 19:00 Uhr. Es fanden sich etwa 65 Gäste aus Nah und Fern ein. Nach dem hervorragenden Essen begrüßte Rupert die Gäste auf bayrisch und englisch und betonte, das in Bayern die Uhren anders herum gehen. Aus diesem Grund sollte dann auch am Freitag um 1:00 Uhr und am Samstag um 3:00 Uhr Sperrstunde sein. Weiterhin stellte er das Programm und auch die Spielregeln vor. Eine der wichtigsten Spielregeln war das absolute Fotografierverbot. Fotografiert werden durfte nur nach Absprache mit dem Motiv und dann auch nur außerhalb des Veranstaltungsortes um Fotos von Leuten im Hintergrund zu vermeiden. An diese Regel wurde sich auch gehalten, was eine gewisse Ruhe unter den Teilnehmern aufkommen lies, da man nicht immer aufpassen musste, wer jetzt gerade von wem fotografiert wurde und ob man nicht zufällig im Bild war. Alles in Allem war das gemütliche Beisammensein ein voller Erfolg, und ich denke, jeder hat an diesem Abend interessante Gespräche geführt und auch einige nette Leute kennen gelernt. Ein Indiz dafür war sicherlich, dass so ziemlich alle in der Gaststätte blieben und kaum einer den kühleren Biergarten aufgesucht hat. Nach der "Last Order" kurz nach 1:00 Uhr gingen dann auch die meisten, gezwungen von der bayerischen Sperrstunde und wahrscheinlich auch getrieben von den Strapazen der Anreise, Richtung Bett Samstag , Modenschau
Nach dem Frühstück am nächsten Morgen, verteilte sich die Gesellschaft, einige gingen in die Stadt zum geführten Stadtbummel, andere nahmen die Gelegenheit zu einem Spaziergang um den See wahr und die Aussteller begannen im Innenhof des Hotels ihre Stände um den Laufsteg, auf dem mittags die Modenschau statt finden sollte, herum auf zu bauen. Unter den Ausstellern waren (in alphabetischer Reihenfolge) vertreten: http://www.candsconstructions.com , Christine aus München, http://www.korsettleidenschaft.de , http://www.korsettmacherin.de , http://www.rebecca-design.de , http://www.revanchedelafemme.de , http://www.the-ardent-collection.de , http://www.the-right-place.com , http://www.tomto.de .
Gegen Mittag fand dann die Modenschau statt, die professionell von Dirk Flemming moderiert wurde. Um die Privatsphäre der Zuschauer zu schützen, durfte auch hier nicht fotografiert werden. Was wäre aber eine solche Veranstaltung ganz ohne Fotos? Das wäre wie ein bayerischer Biergarten ohne Bier. Aus diesem Grund hatten sich die Veranstalter folgenden Modus Operandi überlegt: Modells die fotografiert werden wollten, konnten den Laufsteg am anderen Ende verlassen und an einem speziellen, von den Zuschauern getrennten Platz fotografiert werden. Wollte ein Modell nicht fotografiert werden, konnte es den Laufsteg am Eingang wieder verlassen. Dieses Prozedere hatte natürlich den Nachteil, dass manche Modells länger fotografiert wurden als auf dem Laufsteg zu sein. Die dadurch zwangsläufig entstehenden Pausen überspielte Dirk Flemming in einer lustigen Art und Weise und schaffte es sogar, ein paar Damen aus dem Publikum zu animieren, auf die Bühne zu kommen um ihre extravagante Kleidung zu präsentieren. The Right Place zeigte, vertreten durch Bianca, Miriam und Renate, einige schicke Eigenkreationen sowie einige tolle Korsetts von C&S Construction aus England. Sabine Zieseniss von "The Ardent Collection" präsentierte unter anderem ein Korsett nach einem Originalschnitt aus dem 19.Jhd welches sie aus Stoffen gefertigt hatte, die auch in diesem Jahrhundert Verwendung fanden. Dieses hatte sie erst am Vorabend der Veranstaltung fertig stellen können. "Revanche de la Femme" zeigte einige sehr interessante Stücke, die bei den Zuschauern positive Bewunderung hervor riefen. Von TO.mTO wurden einige Stücke vorgeführt, bei denen ich froh war, kein schwaches Herz zu haben. Jedenfalls bergen diese Stücke die Gefahr in sich zum Fetischisten zu werden. Von den anderen Herstellern wurden auch diverse nicht minder interessante Stücke gezeigt. Im Laufe der Modenschau wurde Margit eine Federmaske durch Resi, Uwe und Jutta als Hochzeitsgeschenk und als Dank für die gute Organisation überreicht. ( http://www.korsett.org/elvis/masken/index.html ) Die Zeit zwischen Modenschau und Abendveranstaltung nutzen viele um bei der Firma Fuss nach passenden Schuhen zu sehen, den Biergarten unsicher zu machen oder sich einfach für das Event am Abend vorzubereiten.
Bilder von der Modenschau sind im Fotoalbum zu finden!!!
Samstag , Abendveranstaltung
Der festliche Abend begann um 19:30 Uhr im Pavillon des Hotels mit Blick auf den See. Dieser füllte sich zügig mit den ca. 115 Gästen. Der Pavillon war dekoriert und auf jedem Tisch lagen mehrere Flyer, in denen die zukünftigen Veranstaltungen der Korsettfreunde in Deutschland verzeichnet waren. Es gab ein reichhaltiges Vorspeisenbuffet, welches schon für eine Sättigung ausgereicht hätte. Während des Essens sorgte Thomas, Lacys Mann, für musikalische Untermalung und ein gigantischer Sonnenuntergang hinter dem See für die zugehörige Stimmung. Allerdings habe ich keine Ahnung, wie Margit und Rupert diesen Sonnenuntergang organisiert haben. Nach dem Vorspeisenbuffet hatte Britta, alias Lady Jane , Ihren ersten Liveauftritt an diesem Abend. Mit Ihrer hervorragenden Stimme gab sie einige internationale und nationale, sowie eine Eigenkomposition zum Besten und man fragte sich, warum Dieter Bohlen so lange gebraucht hat, um einen Superstar zu finden, an diesem Abend hätte er ihn hier schnell finden können. Das Hauptspeisenbuffet war ebenso reichhaltig. Angeboten wurden Spanferkelrücken, gefüllte Kalbsröllchen, Knurrhahnfilet und Ente. Die Küche vom Hotel Langwieder See hatte uns noch nie enttäuscht, aber an diesem Abend ist sie über sich hinaus gewachsen. Zwischen Haupt- und Nachspeise animierte uns der Sultan, dessen Namen deutlich länger war als der des Hadschi Halef Omars, mit seinem Harem zum Tanzen. Über das Nachspeisenbuffet kann ich leider nicht persönlich berichten, da ich zu diesem Zeitpunkt schon so satt war, dass einfach nichts mehr zu machen war. Diejenigen, die Ihre Ressourcen besser eingeteilt hatten, waren aber davon begeistert. Nachdem alle mehr als ausreichend gesättigt waren, hielt Rupert noch eine kurze Ansprache, in der er sich bei allen Gästen für deren Kommen bedankte und die Helfer mit einem Bierkrug belohnte. Außerdem holte Margit (http://www.korsett.org ) Sabine Zieseniss (http://www.the-ardent-collection.de ) und Renate Füsslein (http://www.the-right-place.com ) auf die Bühne und überreichte den beiden symbolisch den Staffelstab für die nächste große Veranstaltung. Renate lies soviel durchblicken, dass etwas am Entstehen ist und das sicherlich in näherer Zukunft darüber informiert wird. Margit und Rupert haben mit ihrer Veranstaltung die Messlatte sehr hoch gelegt, aber ich denke der Stab ist bei Renate und Sabine gut aufgehoben, da die beiden, zwar noch nie gemeinsam, aber doch jede für sich, schon einige tolle Abende veranstaltet haben. Und für gute Laune war dort bisher auch immer gesorgt. Ich denke, die Idee mit dem Staffelstab ist sehr gut, getreu dem Motto: "Alle dürfen mal und dann machen auch alle mit" ist sicherlich besser als ein unnötiger Konkurrenzkampf bei dem im Endeffekt der Spaß auf der Strecke bleibt. Weiterhin haben unterschiedliche Organisatoren auch unterschiedliche Ideen und Vorstellungen. Somit wird sich eine neue Vielfalt bei den Veranstaltungen ergeben und man kann immer wieder mit etwas Neuem rechnen. Eine Idee, die sicherlich dazu geeignet ist, die Lücke, die der fehlende LGM-Ball gerissen hat, mit neuem Leben zu füllen. Nach der offiziellen Stabübergabe legte Thomas ein paar fetzige Rhythmen auf und der Tanz begann. Britta gab zwischendurch noch ein paar Stücke zum Besten. Und auch wenn die Reeperbahn nicht unbedingt in München ist, denke ich doch, dass hier an diesem Abend die Stimmung genau so gut war, ja vielleicht sogar noch besser. Getanzt wurde in einer lauen Sommernacht und unter sternenklarem Himmel (hab ich schon erwähnt, dass ich keine Ahnung hab wie Rupert das mit dem Wetter gemacht hat?) bis gegen halb drei. Das Wetter hatte Rupert im Griff, aber leider, wie schon seit "Dem Münchner im Himmel bekannt" fehlen der Bayerischen Staatsregierung die göttlichen Ratschläge und unter anderem auch der zur Abschaffung der polizeilichen Sperrstunde. So musste Rupert gegen drei Uhr das Ende einläuten. Ich denke, es wäre eine Nacht gewesen, durch die man hätte hindurch tanzen können und vielleicht wäre der Sonnenaufgang ja genauso spektakulär gewesen. Aber getreu dem Motto, wenn’s am Schönsten ist, soll man aufhören. Außerdem hatte das immerhin den Vorteil, noch die eine oder andere Stunde Schlaf vor dem Bayerischen Frühstück mit Weißwurst, süßem Senf, Brezen und natürlich Weißbier zu bekommen. Sonntag , Morgen
Für Leute, die den bayerischen Spezialitäten nicht so zugeneigt sind, gab es natürlich auch normales Frühstück. Gegen 13:00 Uhr wollten wir, da wir abends noch zum Grillen eingeladen waren, eigentlich heimfahren, aber auf der Gartenterrasse saßen noch jede Menge Freunde. Wir haben es dann immerhin bis um 14:30 Uhr ausgehalten und sind dann gen Heimat gefahren. Als Fazit kann ich folgendes sagen und ich denke, nach den vielen Gesprächen, die ich mit Freunden geführt habe, spreche ich hier nicht nur für mich: Das Wochenende war rundherum perfekt !!! Ich kann mich nicht erinnern, dass ich zwischen Freitag "Aussteigen aus dem Auto" und Sonntag "Einsteigen in das Auto" auch nur eine schlechte Minute gehabt hätte. Nein, das war falsch formuliert, richtig ist: Jede Minute war ein spitzenmäßiges Erlebnis! Das ganze Wochenende war von Freundlichkeit, Herzlichkeit, Hilfsbereitschaft, guter Laune und guter Stimmung geprägt. Wir haben viele alte Freunde wieder getroffen und viele neue kennen gelernt. Gute Gespräche geführt, gefeiert und getanzt. Selbst das Wetter war perfekt. Ich denke ich werde oft und sehr lange an dieses Erlebnis zurück denken und noch lange positive Energien daraus ziehen. Zum Schluss möchte ich Margit und Rupert für die perfekte Organisation danken, sowie meiner Freundin und zukünftigen Frau Jutta, dass sie dieses Hobby mit mir teilt. Quelle:
www.Korsett.org
Autor: Leo
Datum: Juli 2003
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